Die Tücken der Hilfsmittel !

Seit Kurzem ist es wieder soweit.  Eine mittelschwere Katastrophe ist über mich hereingebrochen. Nein…nichts Ernstes aber in der Konsequenz doch nicht ohne. Ich muß “ unters Messer “ wie der Volksmund sagt. Es ist ja auch nicht das erste und das Letztemal. Trotzdem ist es jedesmal so, als wenn dir komplett Alles aus der Hand genommen wird und vom Zeitpunkt der Diagnose andere Mächte über dich entscheiden, womit wir auch schon mitten im Thema angekommen sind : Die “ Götter in Weiß „,  oder in meinem Fall Blau, weil er ja Chirurg ist… Der Herr ist nordafrikanischer Provenienz. Das Einzige was ich mir an seinem Namen merken kann ist “ El “ . Der Rest klingt zum Teil wie eine der hawaiianischen Inseln… Schön bei der Begrüßung: “ Tag Hr. Dr. El…… äääääääh “ ! Außerdem erinnert mich der Kerl immer an eine Figur aus einem Asterix Comic der in Ägypten spielt. “ Tennisplatzis „ heißt er, ist Architekt für Kleopatra’s Pyramiden und baut ansonsten herrlich schiefe Gebäude mit geringer Lebensdauer, die sämtliche Gesetze der Statik links liegen lassen…Ich glaub‘ ich nenne Dr…von nun an auch immer so…Na ja…Am Tag der langen Messer lasse ich Alles fatalistisch über mich ergehen und werde nach einer Weile durch heftige Schmerzen in einem Bereich wach, wo’s “ Männern “ wirklich weh tut !“ Offensichtlich haben mir Emanzen aus Rache für frühere Untaten mehrere Gewichte dort angebracht…“ Schwester ein Schmerzmittel bitte „, lalle ich von der Vollnarkose noch halb bedröhnt vor mich hin. Die Gute erhört mein Flehen. “ Na, eine dürfen sie noch haben „, sagt sie nach Rücksprache mit dem Arzt gönnerhaft. Gelobt sei Dr. Tennisplatzis der Chirurg meiner Wahl ! Wieder halb bei Sinnen darf ich mich dann mit Hilfe meiner Frau anziehen und zu den Stühlen ins Wartzimmer wanken. “ Still standing, was ? hö, hö, hö …“ gibt mir der forsche Narkosearzt noch mit auf den Weg.  Erst beim dritten Anlauf und nach einer Kreislaufschwäche, 1 Käseschnittchen , 3 Apfelschorlen schaffe ich den Weg zum Kfz meiner Frau…Geht doch nix über Ambulant, ha, ha…

Am Tag danach: Trotz “ Painkillern “ (im Neudeutsch ) schleppe ich mich am Rande eines Kreislaufkollaps in ein Untersuchungszimmer von“ Dr. Tennisplatzis “ und sinke dort halb auf eine dieser Pritschen aus Kunstleder. “ Oooooh, was ist denn los ?, begrüßt er mich jovial, sind sie etwas nicht belastbar ? Sie sind doch kein Klavierspieler oder sowas, hmmmm ??? „ Was zum Teufel faselt der Kerl da ! Es treibt mir in diesem Moment wohl die Zornesröte in mein blasses, verschwitztes  und schmerzverzerrtes Gesicht. Ich werde Dr. Tennisplatzis meucheln sobald ich mich wieder bewegen kann schwöre ich mir in diesem Moment ! Ich werde ihn mit Mullbinden zum Schweigen bringen , diesen nordafrikanischen Zyniker !  Ich werde….“ Na sieht doch gut aus „ , meint er, nachdem er mir mit einem Ruck das Wundpflaster vom Unterleib gerissen und mir mit fast gleicher Bewegung ein Neues verpasst hat.  “ Wir sehen uns Freitag „. Nach 2 Minuten humple ich mit Rezepten und einer Packung sterilen Wundpflastern bewaffnet wieder aus der Praxis und falle ins Auto meiner Frau… Fortsetzung folgt (leider…)

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